Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gerabronn

Investitionen in den Teilorten sind abgeschlossen - Beschaffungen in Gerabronn sind angestoßen

 

Am Samstag den 12.01.2019 trafen sich alle Abteilungen der freiwilligen Feuerwehr in der Stadthalle um die Jahreshauptversammlung abzuhalten. Stadtbrandmeister Matthias Trumpp berichtete, dass die Wehr in 2018 zu 61 Einsätzen gerufen wurde. Dabei waren die 101 Feuerwehrmänner und –frauen 1230 Stunden im Dienst. Die Einheiten der Abteilungskommandanten Sven Dittes, Heiko Guttknecht und Frieder Reingruber arbeiteten davon insgesamt 27 Einsätze ab oder unterstützten dabei.

Größere Brände waren in einem Spänesilo, bei einem Brand in einer landwirtschaftlich genutzten Maschinenhalle und in Schrozberg-Böhmweiler zu bekämpfen, wo die Gerabronner zur Unterstützung in die Nachbargemeinde eilten.

Wenn auch  die Einsätze weniger intensiv waren, standen zu  Beschaffungen und administrativen Themen viele Termine an. Sven Dittes berichtete über die Gerätehauseinweihung in Michelbach an der Heide und über das neue Fahrzeug, welches vom Hersteller in Empfang genommen werden konnte. Damit verfügen nun alle Teilorte über moderne Fahrzeuge und neue Gebäude.

Für ein neues HLF20 in Gerabronn wurden die Firmen Rosenbauer, MAN und Barth mit der Lieferung beauftragt. Dieses soll dann im Herbst 2019 das LF16 und das TLF ersetzen. Weitere Mittel hat die Stadt für einen Gerätewagen-Logistik in den Haushalt eingestellt, und einen Zuschuss vom Land beantragt.

Dieser GW-L wird dann den rund 30 Jahre alten Schlauchwagen ersetzen.

Für den persönlichen Schutz der Einsatzkräfte wurden Jacken und Helme  ausgewählt und bestellt. Stadtbrandmeister Matthias Trumpp dankte Bürgermeister Mauch und dem Gemeinderat für die Priorisierung dieser notwendigen Investitionen.

An der Landesfeuerwehrschule wurden zwei Gruppen- und ein Zugführer ausgebildet um mit Führungskräften für die Zukunft gut ausgestattet zu sein. Vierzehn junge Kameraden legten das Leistungsabzeichen in Bronze ab.

Auch außerhalb des Einsatzdiensts war einiges los. Die Abteilungskomandanten berichteten über Aktivitäten wie Ausflüge, Kameradschaftsabende oder auch Veranstaltungen in der Gemeinde wie Feuerwehrfeste in Michelbach und Dünsbach, Laternenlaufen oder dem Gassenfest in Amlishagen, das Kreiselfest und die Noochkärwe in Gerabronn und die Teilnahme am Faschingsumzug.

Zu den Highlights der 16 Jungs und Mädchen in der Jugendfeuerwehr zählten Zeltlager, Ausfahrten, Vergleichswettkämpfe und der Berufsfeuerwehrtag mit Nachbargruppen, so Jugendwart Christian Schmidt. Kinderfeuerwehrwart Ralf Lobpreis betreut mit seinem Team aktuell 18 Kinder im Alter von 5 – 10 Jahren. Auch hier standen neben feuerwehtechnischen Themen, Spiel und Spaß auf dem Übungsplan. So gab es Kontakte zu anderen Kindergruppen, das Zappelino wurde besucht, Weihnachtsplätzchen gebacken oder Fasching- und Halloweenparties veranstaltet.

Axel Donath berichtet über 11 Senioren in der Altersabteilung. Seinem scheidenden Stellvertreter Hermann Schmidt wurde für sein langjähriges Engagement ein Geschenkkorb überreicht. Das Amt hat er am Jahresende an Jochen Voit übergeben.

Bürgermeister Christian Mauch sprach die gute überörtliche Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren an, und zeigte sich mit der stabilen Zahl an Einsatzkräften in Zeiten des demografischen Wandels zufrieden. Was auch auf die gute und wichtige Jugendarbeit zurückzuführen ist. Er danke den Mitgliedern auch im Namen des Gemeinderates und den Bürgern für Ihren freiwilligen und vorbildhaften Einsatz. Abschließend ging er auf die vergangenen und anstehenden Investitionen nochmals in Zahlen ein.

Kreisbrandmeister Vogel bescheinigte auch in diesem Jahr den Kameraden eine beeindruckende Leistungsbilanz, sei es bei Übungen oder Einsätzen. Es ist für Ihn beeindruckend mit welchem Einsatz die freiwilligen Feuerwehren Jahr für Jahr den Schutz der Bevölkerung garantieren. Keine andere Organisation müsse sich so schnell an den technischen Fortschritt anpassen, so beispielsweise im Bereich der Elektromobilität. Wenn jedoch diesen Kameraden ein Dank zugesprochen werden soll, wird sofort von einem Großteil der Bevölkerung, die wenig soziales Engagement zeigt von geldwertem Vorteil gesprochen. Die Spitze bilden jedoch Aussagen von Führungskräften im Land, die der Meinung sind, dass man in der Arbeit nicht ausgelastet wäre, wenn man sich noch so stark in der Feuerwehr engagieren könnte. Von daher sei die Politik gefordert hier Rahmenbedingungen für mehr Hochachtung für das Ehrenamt zu schaffen. Zum Abschluss ehrte er zwei Kameraden für 40-jährige und drei Kameraden für 15-jährige Dienstzeit.

Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender Alfred Fetzer erläuterte dass die Welt im Umbruch wäre. Themen wie Ausgrenzung, Intoleranz und Egoismus untergraben unsere friedlich zusammenlebende Gesellschaft. Er rief die Kameraden dazu auf auch in diesen Zeiten das Zusammengehörigkeitsgefühl zu erhalten und weiter zu entwickeln, um gemeinsam das Ziel zu verfolgen unseren Mitmenschen selbstlos zu helfen.

Alfred Fetzer zeichnete Albert Schöller mit der Ehrenmedaille in Silber des Landes Baden-Württemberg, für sein herausragendes Engagement und seine langjährige Tätigkeit als Führungskraft aus.

v.l.n.r.:  Vorsitzender KFV Alfred Fetzer, Albert Schöller, StBM Matthias Trumpp, Bürgermeister Christian Mauch

 

Ehrungen und Beförderungen

Im Rahmen der Hauptversammlung wurden folgende Kammeraden befördert.

Zum Oberfeuerwehrmann: Bastian Tauberschmidt, Michael Feuerlein, Heiko Jäger, Marcel Krumrein, Michael Krenauer, Martin Götzelmann. Zum Löschmeister: MaxDierolf, Daniel Kurr, Manuel Zott, Michael Düll. Zum Oberlöschmeister Marco Ackermann, Hauptlöschmeister wurde Ralf Lobpreis und Friedrich Reingruber trägt nun den Titel Brandmeister.

Das Feuerwehr-Ehrenabzeichen in Gold für 40 Jahre Feuerwehrdienst erhielten: Harald Krenauer und Thomas Schneider. Die Auszeichnung in Bronze für 15 Jahre Dienst: Michael Raimann, Horst Renner, Christian Schmidt